Hallo Pri-User!
Recht frustriert muss ich "beichten", dass ich samt meiner LF und einem weiteren Ehepaar (Tarockfreunde) meinem Liebling kurzzeitig "abhold" wurde: wir sind zu viert per Bahn von Wien nach Venedig-Mestre und von dort nach Abano terme (und auch wieder zurück - naturalemente!) gefahren!
Ich schwöre: NIE NIE MEHR WIEDER SO! Bahnfahren spart Nerven (haha)! Zumindest galt dieser Werbespruch in der Vergangenheit. Wiederbeleben sollte man ihn aber nicht, da er - zumindest was unsere Erfahrung in Italien betrifft - völlig am Thema vorbeigeht!
Aber gleich vorweg: Kein einziger Prius ward in den letzten 4 Tagen im Bereich zwischen Venezia - Abano terme/Montegrotta - Verona - Padua von mir gesichtet!!! Quasi eine Art Bermudadreieck - mit bestenfalls "verschwindenden" Prius-Autos (... elegant, wie ich die Prius-Mehrzahlbildung umschifft habe - oder? ...) Überhaupt waren die Toyotas nicht gerade deutlich vertreten. Fiat: auch nicht gerade berauschend! Citroen + Renault: recht ermutigend! Ford: zumindest detto! VW + Audi + Opel: vorhanden! Aaaaaaaber Toyota? Ist das ein Haarspray oder eine Automarke? Sorry about...
Bahnfahren:
Klimaanlage im Zug - naja - im Prius weitaus besser! Bahnhof VE-Mestre - wie bei uns in Vindobona: laut, dreckig, chaotisch. Und ohne mehrfacher Rückfragen war nicht wirklich klar, von welchem Bahnsteig der Anschlußzug nach Abano terme abfahren würde ... und später dann (mangels im Waggon erscheinden Schaffner) wo wir aussteigen sollten ... und als ich nach etlichen Fahrminuten eine Station zur Ausstiegsstation erkoren hatte ("da müss' ma raus") ... kein Waggoninsasse wollte mir folgen! Zwei Stationen später kippte die Stimmung, wir waren schon due stazione zu weit! Also Ausstieg, Einsicht, Rücksicht, Umkehr ... und zurück in der nicht unbeträchtlichen Nachmittagshitze ... und mit ein bisserl Verspätung (eh nur knapp 2 Stunden) am Zielort gelandet.
Den Aufenthalt überspringend (Sightseeing mit höchst kompetenter Führung in Verona - saisonmäßig letzte Aida-Aufführung in der Arena - bzw. toller Tour durch bella Venezia) fand die Rückfahrt unter ähnlichen Auspizien statt! Ein heißer ÖBB-Waggon in VE-S.L., dessen frischerweckte Klimaanlage wenige Kilometer nach Erreichen des Festlandes ihren Betrieb einstellte und auch ein Appell an den General der ital. Staatsbahnen (zumindest der Uniform nach war das so) nix fruchtete (in italienischer Sprache vernommen hätten wir den nächsten Waggon mit event. funktionierender Klimaanlage frei überbevölkern dürfen) fanden wir uns mit unserem Schicksal ab, spielten in der Hitze des Nachmittags Tarock, scherten uns um beamtete Uniformträger ital. Provenienz nicht die Bohne (und vice versa) und waren sehr erfreut, die österr. Grenze bei Arnoldstein wieder erreicht zu haben!
Mein persönliches Fazit: Abenteuerlust in allen Ehren - die ÖBB und ihre "Partner" ermöglichen eine solche Erfahrung (wenn auch in unserem Fall eher negativ). Jedoch werde ich künftighin solchen "Verlockungen" widerstehen, meinen Liebling nicht schnöde in der Schönbrunner Schloßstraße zurücklassen und gewissermaßen "fremd gehen". Allerdings (zu meiner Ehrenrettung): Die Abano-Reise wurde gebucht, als ich nicht einmal wußte, dass es einen Toyota-Prius gibt. Ja! - ich wußte nicht einmal, dass ich mir ein neues Auto (und welches?) kaufen werde! Jene 2 Autos, für die wir damals Haftpflicht & Co. bezahlten, wollten wir nicht verwenden - und andere gab es nicht...
Italien & Prius: Eine Entweder-oder-Beziehung? Fast scheint es so - denn die vielen Kleinautos dienen ja wohl kaum dem Understatement, sondern signalisieren (mir), dass die Spritkostenexplosion ihren Tribut fordert.